ALGODYSTROPHIE
Sympathetically
maintained pain, SMP
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Modifizierter und aktualisierter Beitrag aus dem Buch "Ambulante und stationäre Therapie chronischer Schmerz en", herausgegeben von R. Le eser. Enke Verlag Stuttgart (Nov. 1995, 2. Auflage), ISBN 3-432-9932-1 * (Beurteilung im Deutschen Ärzteblatt, Heft 27, 5.7.1996: Ausgereiftes Handbuch der Schmerztherapie mit einem vorzüglichen pharmakologischen Überblick).
Der Begriff "Algodystrophie" steht für eine schmerzhafte Dystrophie. Als D ystrophie werden durch Mangel- oder Fehlernährung bedingte Störungen und Veränderungen des ganzen Organismus bzw. nur einzelner Körperteile oder Gewebe bezeichnet, wobei hpts. die Trophik (= die Ernährung bzw. der Ernährungszustand eines Gewebes, Organs oder Organismus) betroffen ist. Die Sud eck sche D ystrophie ist eine (ausgeprägte) Form der Algodystrophie (Neurodystrophie).
Die Algodystrophie
(=
schmerz
hafte Organstörung)
ist eine
sympathische Reflexdystrophie (CRPS*
Typ I) (=
Reflexstörung des unwillkürlichen Nervensystems)
und gehört, wie auch die
Kausalgie (CRPS
Typ II) (=
Schmerzen nach
Nervenverletzung),
im schmerztherapeutischen Sinne zur Gruppe der
Sympathalgien (SMP=
Sympathetically maintained pain).
Allerdings soll nach Stanton-Hicks et al. neben der SMP-Form auch eine
SIP-Variante (sy
mpathetically independ
ent pain) existieren.
Im Unterschied zur Kausalg
ie geht der Algodystrophie
keine größere
Nervenläsion
voraus.
Eine Algodystrophie tritt nur an Arme und Beine auf, bevorzugt allerdings in der Hand und im Fuß.
In ausgeprägter Form liegt eine Algodystrophie beim Mor bus Sudec k (engl. Sudeck`s atrophy oder Sudeck`s dystrophy) vor, weshalb dieses Krankheitsgeschehen im Folgenden als beispielhaft für eine Algodystrophie beschrieben wird.
Eine Algodystrophie oder Sudecksche Dystrophie (C RPS* Typ I) kann nach jeder Arm - oder Bein verletzungen auftreten, aber, selten auch spontan (= von alleine, ohne erkennbare Ursache). Die Pathogenese (= Krankheitsentwicklung) ist unbekannt. Die Art der Gewebsveränderung läßt bei einer Algodystrophie an eine lokal begrenzte vegetative Entgleisung denken (Debrunner 1988).
Die Patienten klagen über einen diffusen, heftigen
Brennschmerz,
ähnlich wie bei einer
Kausalgie
(=
Schmerzen nach
Nervenverletzungen). Häufig besteht eine
Hyperästhesie (=
gesteigerte Empfindlichkeit) bis hin
zu
Allodynie (=
Berührungsschmerzen
schon bei leichter, normalerweise nicht schmerzhafter
Berührung).
Aufgrund der Zirkulationsstörung sind die
betroffenen Partien meist bläulich livide verfärbt und ödematös
(= aufgequollen)
verändert. Beteiligte
Gelenke versteifen
häufig und führen so zu einer Behinderung.
Besonders gravierend ist die Algodystrophie im Bereich der Ha
nd, weil sie dort häufig zur Invalidität
führt. Im Bereich der unteren
Extremität tritt
der Sudec
k bevorzugt im Bereich der des Fußes auf,
seltener Hüfte oder Knie.
Auf dem Röntgenbild sieht man bei der Algodystrophie eine lokale (= örtliche), typische, diffuse Knochenentkalkung ähnlich wie bei der Osteoporose (= Systemerk rankung des Skeletts mit Verminderung der Knochen masse).
Die Algodystrophie bzw. der Mor bus Sud eck verläuft (häufig, aber nicht immer!) in drei Stadien:
1.
Akutes Stadium
Im Vordergrund stehen die schon beschriebenen, brennenden Schmerzen, auch in
Ruhe, Schwellung infolge eines Ödems
(= krankhafte Flüssigkeitsansammlung)
und hochgradige Funktionseinschränkung. Die Haut ist rötlich/bläulich verfärbt
und teigig verändert sowie überwärmt.
2.
Dystrophisches (= durch
Mangel- oder Fehlernährung bedingte Störungen und Veränderungen einzelner
Körperteile betreffendes) Stadium
Das Gewebe atrophiert
(= schwindet, bildet sich zurück) und die Schwellung geht zurück.
Schmerzen lassen
nach und die Temperatur im betroffenen Körperbereich ist herabgesetzt.
3.
Stadium der Atrophie
Knochen und
Weichteile sind
atrophiert (= haben
sich zurückgebildet), auch die
Muskeln, beteiligte
Gelenk
kapseln sind geschrumpft. Es besteht eine deutliche
Bewegungseinschränkung. Die Haut ist dünn, blaß, beteiligte Knoc
hen sind entkalkt (Röntgenbild!).
Bei einer
Algodystrophie werden zur Behandlung intravenöse
Guanethidinblockaden*** und die Gabe von Phenoxybenzamin empfohlen (Thoden
1987) (siehe weiter unten). Auch die Gabe von Calcitonin
(= ein Gewebshormon) soll günstig sein, was wir allerdings bislang nur selten feststellen
konnten. Im akuten Stadium ist Kortison hilfreich, so. z.B.
Metylprednisolon über 4-5 Tage 80 mg, dann über 2 Wochen wieder ausschleichen.
Zuvor muß allerdings eine "echte" En tzündung
ausgeschlossen werden.
Teilweise wird darüber
hinaus die Gabe von Bisphosphonaten empfohlen (z.B. Varenna M, et al
2000). Medikamente aus dieser Gruppe werden u.a. auch zur Behandlung der
Osteoporose
verwendet. Aber: Die amerikanische
Arzneimittelagentur FDA erinnert in einem Warnhinweis Ärzte daran, dass es unter
der Therapie mit Bisphosphonaten zu schweren Schmerzen im Bewegungsapparat
kommen kann. Die europäische Arzneimittelagentur EMEA überarbeitet derzeit die
Sicherheitshinweise einmal zu den kardiovaskulären Risiken von Bisphosphonaten
und dann zur Gefahr von Kiefernekrosen.
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/newsdruck.asp?id=30986 (Jan.
2008)
Bereits 2004 wurde die Wirkung von
Bisphosphonate bei C
RPS I untersucht (Ruhr-Universität Bochum): Es zeigte sich
weder eine Reduktion des Dauerschmerzes noch eine Verminderung der
Schmerzattacken hinsichtlich Anzahl, Dauer und Intensität...... Die
Schmerzreduktionen durch Bisphosphonate bei C
RPS I-Patienten in anderen Studien
könnten durch die im Frühstadium der Erkran
kung wahrscheinlich häufig
auftretenden Spontanremissionen zurückzuführen sein.
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=974924059&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=974924059.pdf
Die generelle Empfehlung direkter
Schmerzmittel ist schwierig, da die Ansprechbarkeit sehr
individuell ist. Es sollte deshalb zuvor eine Analgetikaaustestung erfolgen.
Meist kommt man aber um die Verordnung zentral
(= im Gehirn / Rückenmark)
wirkender
Analgetika (=
Schmerzmittel)
nicht herum.
Bei Algodystrophie können zur
Schmerz bekämpfung eher
Antiepileptika (=
Mittel gegen die Fallsucht, u.a. aber auch bei einer
Algodystrophie hilfreich)
gegeben werden (Tremount-Lukats et al.
2000). Als wichtigste Medikamente aus dieser Gruppe gelten heute Gabapentin
und Pregabalin. Die Aufdosierung kann relativ rasch erfolgen, je nach Toleranz.
Als physikalische Therapiemaßnahme bei
Algodystrophie eignet sich die Ultraschallbehandlung (Thomalske
1991). Auch die
Magnetfeldtherapie (pulsierende
Signaltherapie) soll hilfreich sein. Ganz wichtig sind bei der
Algodystrophie therapiebegleitende, intensivste
krankengymnastische Übungsbehandlungen, die allerdings nicht
schmerz
haft sein dürfen, weil sich sonst die Blutgefäße zusammenziehen und damit
die lokale Stoffwechselstörung begünstigt wird. Optimal ist die
Krankengymnastik, wenn durch eine entsprechende Blockadebehandlung (siehe unten)
die Schmerzreizleitung weitgehend ausgeschaltet wird.
Neuerdings führen wir bei einer
Algodystrophie im Bereich der unteren
Extremitäten
(= Beine)
zusätzlich mit gutem Erfolg die SynOpsis Therapie durch. Die
Unterschenkel des
Pat. befinden sich dabei in einem mit Wasser gefüllten Gefäß. Über einen
Computer werden der Flüssigkeit Schallwellen einer bestimmten Frequenz
pulssynchron (= in
Ahängigkeit vom Pulsschlag)
zugeführt. Es handelt sich dabei um ein sog. syncardiales
(= im gleichen Rhythmus)
Gefäßtraining. Über eine Verbesserung der
Durchblutung wird der lokal
(= örtlich) gestörte
Stoffwechsel optimiert. Mehr über diese Therapie erfahren Sie hier:
www.1-avk.de (einfach anklicken).
Die konsequente Anwendung
der therapeutischen
Lokalanästhesie
(= Behandlung mit
einem örtlichen
Betäubungsmittel) führt bei der
Algodystrophie zu beachtlichen Erfolgen. Für den Bereich
der Arme hat sich die Blockade
(= Betäubung) des
Ganglion stellatum
(= eine vegetative
Schaltstelle im seitlichen Halsbereich)
bewährt, optimal in
kontinuierlicher Form mit Katheter**. Die
Stellatumblockade
kann auch als
GLOA
(=
ganglionäre Opioidanalgesie,
verwendet wird ein Opium-ähnliches Medikament)
durchgeführt werden, Nachteil dieser Methode ist aber, daß kaum ein
durchblutungsfördernder Effekt eintritt.
Auch die
kontinuierliche Blockade des Plexus brachialis mit Katheter** ist
sehr hilfreich (und auch risikoärmer als Stellatumblockaden), zumal das
Nervengeflecht des Armes reich an vegetativen Fasern ist, so daß es neben der
erwünschten Hemmung der Nozizeption
(= Schmerzreizleitung)
auch zu einer Steigerung der Durchblutung kommt und somit die gestörte
Mikrozirkulation im Schmerzbereich optimiert wird, bei der
Algodystrophie eine wichtige Voraussetzung dafür, daß die
Schmerzlinderung auch über den Behandlungszeitraum hinaus anhält.
Im Bereich der Be
ine (einschließlich
Hüfte)
kommen bei Algodystrophie ebenso
kontinuierliche Blockadetechniken** zur Anwendung:
· Hüfte: Kontinuierliche Blockade des Plexus lumbalis mittels N. femoralis-Katheter**
· Oberschenkel, Knie: Kontinuierliche Blockade des N. femoralis** (periphere Variante)
· Unterschenkel (hinten und außen) sowie Füße: Kontinuierliche Blockade des N. ischiadicus**
Auch die Ner ven femoral
is und
ischias bzw.
ischiad
icus führen vegetative Fasern, so daß die erwünschte
Sympathikolyse (=
gefäßerweiternde und damit durchblutungssteigernde Wirkung)
ebenfalls eintritt.
Als nächst höhere Therapiestufe bietet sich dann die kontinuierliche
peri (epi)durale
(= rückenmarknahe)
Blockade mit Katheter** an.
Die Algodystrophie
erfordert eine längerfristige Blockadebehandlung (mindestens 2 bis 3 Wochen).
Daß serielle bzw. kontinuierliche
Nervenblockaden bei dieser Kran
kheit sehr hilfreich sind, ist auch schon seit
längerem in der Fachliteratur gut dokumentiert. Z.B. Lehmann, K.A.:
postoperative Schmerztherapie, WVGmbH Stuttgart, 485-93 (1993). - Murray, P.,
Floor, K., Atkinson, R. E.: Continuous axillary brachial plexus blockade for
reflex sympathetic dystrophy - Anaesthesia 50 (7), 633-5 (1955). - Ribbers,
G. M., Geurts, A. C., Rijken, R. A., Kerkkamp, H. E.: Axillary brachial plexus
blockade for the reflex sympathetic dystrophy synd
rom, Int. J. Rehabil. Res 20
(4), 371-80 (1977). Auch in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Physikalische Medizin
und Rehabilitation sind zur Behandlung beim
komplexen reg
ionalen Schm
erzsyndrom (Symp
athische Reflexdyst
rophie)
Nervenblockaden aufgeführt -
http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll-na/036-006.htm
Begleitend hat sich auch eine Infusionsserie mit Lidocain 2% (= ein mittellang wirkendes, örtliches Betäubungsmittel) als hilfreich erwiesen. Dabei werden unter Puls- bzw. EKG-Kontrolle (Monitor) in aufsteigender Dosierung jeweils 50, 100 u. 150 mg gelöst in 200 ml Kochsalz 0,9% mit Hilfe einer Infusionspumpe (z.B. Infusomat) innerhalb eine Stunde verabreicht, wobei sicherheitshalber ein Abstand von 24 Stunden zwischen den einzelnen Infusionen eingehalten werden sollte.
Man kann Lidocain auch serienmäßige mittels intraarterieller Injektionen (= Spritzen in eine Schlagader) in die A. femoralis (= Beinschlagader) oder A. brachialis (= Schlagader des Armes) verabreichen, so z.B. 1-2 mal täglich 1-1,5ml (= 20-30 mg) im Abstand von 8-12 Stunden über 10 Tage. Dabei gelangt das örtliche Betäubungsmittel in die sog. Endstrombahn und führt dort zu der gewünschten Gefäßerweiterung (Sympathi kolyse) bei gleichzeitiger Schmerzlinderung. Selbst wenn die Blutader nicht genau getroffen wird, tritt trotzdem eine gefäßerweiternde Wirkung ein, da um das Blutgefäß herum sympathische (= Teil des unwillkürliche Nervensystem betreffende) Nervenfasern verlaufen. Aus diesem Grunde wird in der klassischen Neuraltherapie bewußt um das Gefäß herum infiltriert.
Manche Autoren empfehlen sog. Sympathikus-Blockaden mit Guanethidin. Der Wirkstoff findet auch zur Behandlung eines Bluthochdrucks Verwendung. Der Wirkmechanismus beruht auf der Verminderung der Freisetzung des Botenstoffs Noradrenalin aus den Endigungen der Nervenzellen. Vorteil dieser intravenösen Blockademethode (= das Medikament wird in ein zum Herzen zurückführendes Gefäß eingespritzt, wobei aber z.B. der Arm vorübergehend abgestaut wird) ist, daß die Wirkung bis zu 72 Stunden anhalten kann. Nachteil ist das gegenüber den Nervenblockaden deutlich erhöhte Behandlungsrisiko und die dabei auftretenden Schmerzen.
Bei einer längerfristig bestehenden Algodystrophie ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist i.d.R. eine rein somatische (= körperliche) Schmerzbehandlung nicht mehr ausreichend, sondern es muss auch eine psychologische Schmerzbehandlung bzw. spezielle Schmerzpsychotherapie erfolgen, was aber ambulant kaum möglich ist, weil es nur ganz wenige niedergelassene Psychologen gibt, die eine solche Weiterbildung absolviert haben.
Erläuterungen:
* Die neue Bezeichnung der International Association for the Study of Pain für die Algodystrophie (Mor bus Sud eck) lautet: CRPS Typ I = Complex Regional Pain Syndrome (Reflex Sympathetic Dystrophy Syndrome) - bzw.: Komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ I
** Bei der sog. kontinuierlichen Blockade eines Nerven mit Katheter wird der dünne Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht “aufgeschnitten” werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Ner ven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung und damit Optimierung des lokalen (= örtlichen) Stoffwechsels (besonders wichtig bei Algodystrophie, resultiert.
*** Guanethidin. Der Wirkstoff findet auch zur Behandlung eines Bluthochdrucks Verwendung. Der Wirkmechanismus beruht auf der Verminderung der Freisetzung des Botenstoffs Noradrenalin aus den Endigungen der Nervenzellen. Vorteil dieser intravenösen Blockademethode (= das Medikament wird in ein zum Herzen zurückführendes Gefäß eingespritzt, wobei aber z.B. der Arm vorübergehend abgestaut wird) ist, daß die Wirkung bis zu 72 Stunden anhalten kann. Nachteil ist das gegenüber den Nervenblockaden deutlich erhöhte Behandlungsrisiko.
Wer
zahlt eigentlich eine erforderliche, stationäre Rehabilitationsbehandlung?
(Originaltext der Bundesregierung): "Die Krankenversicherung finanziert
Rehabilitationsleistungen, wenn diese erforderlich sind, um eine Kran
kheit zu erkennen, zu
heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Beschwerden zu lindern, sofern die
Erwerbsfähigkeit nicht erheblich gefährdet oder gemindert ist. Sie ist auch
zuständig, wenn es darum geht, einer drohenden Behinderung oder
Pflegebedürftigkeit vorzubeugen".
Hinzu kommt seit dem
1.4.2007, daß alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine
Rehabilitation haben und sich ihre Rehabilitationseinrichtung jetzt sogar selbst
aussuchen können.
Die Rentenversicherungen sind demnach nur dann zuständig, wenn die "Behandlungen
der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit bzw. Wiedereingliederung ins
Berufsleben dienen". Wenn also Ihre Rentenversicherung in diesem Sinne
laut Bescheid keinen Handlungsbedarf sieht, dann ist Ihre Krankenkasse für die
Kostenübernahme der stationären Rehabilitation zuständig. - Die Originaltexte
finden Sie hier:
http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st
In absehbarer Zeit müssen Krankenhäuser
ihre jeweiligen Fallzahlen veröffentlichen, dann kann auch ein Patient
erkennen, welche Klinik in der Behandlung einer bestimmten Krankheit die
größte Erfahrung hat. Wir gehen als Rehabilitationseinrichtung mit gutem
Beispiel voran:
Im Jahre 2006 wurden in unserer
Klinik 91 Patienten wegen Algodystrophie in Form eines eines Mo
rbus Sudec
k stationär behandelt und in der
Ambulanz stellten sich 63 Patienten mit dieser Erkrankung vor. Damit
dürften wohl bei uns die meisten Sudec
k-Patienten in Deutschland,
wahrscheinlich sogar in ganz Europa, behandelt worden sein, entsprechend
groß ist die Erfahrung.
Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.eu (einfach anklicken).
Sie sind dialysepflichtig? Kein Problem, ganz in unserer Nähe befindet sich für unsere Patienten ein kompetentes Dialyse-Zentrum: www.nephroteam.de
Die Klinik im Film - Zu einem 3-min. Fernsehbeitrag über Schmerzbehandlungen gelangen Sie hier (einfach anklicken).
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Aktualisiert: >23.01.2008</> kusb
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